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Arbeitskreis Psychiatrie Patientenbetreuung e.V. wird 25 Jahre

„Das hat richtig gut getan“, strahlt der 40jährige Kurt* nach einem langen Gespräch bei Kaffee und Kuchen im Café seine Betreuerin an. Sie freut sich über diesen Ausdruck von Begeisterung, den man bei ihm nur selten erleben kann, seit er wegen einer Depression in der Nervenklinik behandelt wird. Für sie und ihre Kolleginnen und Kollegen ist diese positive Reaktion ein Zeichen dafür, dass der ehrenamtliche Einsatz sinnvoll ist.

Vor einem Vierteljahrhundert, im Juni 1981, wurde der Arbeitskreis Psychiatrie-Patientenclub e.V. auf Initiative ehemaliger Patienten gegründet. Sie wollten sich beim Wiedereinstieg in den Alltag gegenseitig helfen und wurden bei diesem Vorhaben von Studenten der Fächer Psychologie, Sozialpädagogik und Pädagogik unterstützt. Auch Klinikleitung und Personal reagierten von Anfang an positiv auf das damalige Angebot von Aktivitäten, wie Singen, Basteln, Spielnachmittage, Hallenbadbesuche und persönliche Gespräche. Vor allem aber freuten sich die Patienten über mehr Abwechslung bei ihrem Klinikaufenthalt und über Gesprächspartner, die ihnen interessiert, vorurteilsfrei und diskret begegnen.

1988 wurde aus dem Patientenclub durch Namensänderung der AK Psychiatrie-Patientenbetreuung e.V. Heute arbeiten bei dem gemeinnützigen Verein, der zur Arbeiterwohlfahrt gehört, rund 20 ehrenamtlich engagierte Laienhelfer und Laienhelferinnen aus verschiedensten Berufszweigen bzw. Studienrichtungen. Dabei geht es vor allem um zwischenmenschlichen Kontakt in entspannter Atmosphäre, denn Freizeit- und Beschäftigungsprogramme werden inzwischen von der Klinik angeboten. Lilo Linz, die fast von Anfang an mit dabei war, wird oft gefragt, warum sie sich gerade dieses Ehrenamt ausgesucht hat. „Wir wollen den Alltag psychisch Kranker etwas aufhellen und ihnen zeigen, dass sie dazu gehören. Ich bin dankbar, dass es mir selbst gut geht und möchte etwas davon weitergeben an jemanden, der nicht in dieser glücklichen Lage ist“, erklärt die Ruheständlerin.

Zweimal pro Woche gehen jeweils zwei Mitglieder des Vereins in die Klinik und laden Patienten und Patientinnen zu einem Spaziergang mit Café-Besuch ein. „Das ist sowohl für die Patienten als auch für den Besuchsdienst kostenlos“, erklärt Vorsitzende Inge Brendel. „Dies gilt auch für unseren Sommerausflug, der in diesem Jahr zur Abtei Maria Frieden in Kirchschletten führen wird. Dort werden wir sehr liebevoll von den Schwestern empfangen und können einen abwechslungsreichen und entspannten Tag zusammen verbringen. Bereits zur Tradition geworden ist auch unsere stimmungsvolle Adventsfeier mit den Patienten. Die Mitglieder des Arbeitskreises treffen sich einmal im Monat in der Katholischen Hochschulgemeinde zum Gedankenaustausch und zur Terminabsprache. Wir freuen uns über Verstärkung durch Ehrenamtliche, die Zeit mit Menschen in Ausnahmesituationen verbringen wollen. Man muss kein Fachwissen mitbringen – durch Vorträge und Fortbildungen werden wir für unsere Aufgabe qualifiziert.“ AK Psychiatrie-Patientenbetreuung e.V., Postfach 110122, 96029 Bamberg oder Telefon 09544/6935. *Name geändert

sth